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Was motiviert Mitarbeiter wirklich? Sind es wirklich immer wieder neue materielle Anreize? Neurobiologen gehen davon aus, dass Belohnung und Bestrafung auf Dauer keine Wirkung haben. Was wirklich motiviert sind ein gutes Arbeitsklima, ein erfüllender Job und kompetente Vorgesetzte. Zu diesen Erkenntnissen kommt Prof. Gerald Hüther, einer der führenden deutschen Hirnforscher von der Universität Göttingen.

Unterstützende Führung

"Belohnen und Bestrafen ist gleichermaßen Dressur, und damit motivationstechnisch Schnee von gesterm", sagt er. Unterstützung der Mitarbeiter durch die Führungskräfte wirkt nach seinen Erkenntnissen sehr viel nachhaltiger. Mit Prämiensystemen, die auf äußeren Motivationsanreizen basieren, lassen sich seiner Meinung nach zwar kurzfristig Leistungszuwächse erreichen. Nachhaltig sei das jedoch nicht, da diese Methode nicht die innere Haltung berühre. Die Mitarbeiter werden von solchen Maßnahmen nicht dauerhaft ermutigt und begeistert. "Nicht der Mitarbeiter, sondern die Führungskraft reibt sich damit auf, denn der Manager muss sich immer stärkere Reize für Belohnung und Bestrafung ausdenken" sagt Hüther. Für ein überdurchschnittliches Engagement setzt der Neurobiologe stattdessen auf die unterstützende Führungskunst.
 

Orientierung an den Grundbedürfnisse eines Menschen

Diese Methode basiert auf zwei menschlichen Grundbedürfnissen, die schon in der frühen Kindheit herausgebildet werden und die das ganze Leben lang erhalten bleiben: Die Sehnsucht nach Verbundenheit, also der Wunsch, dazuzugehören und der Wunsch nach Wachstum, also neue Aufgaben und Herausforderungen anzunehmen. Beide wirken wie Dünger auf die Entwicklung komplex vernetzter Gehirnstrukturen. Motivation muss daher auf der Gefühlsebene ansetzen.
 

Einladen, ermutigen und inspirieren 

Führungskräfte, die unterstützen, schaffen es, ihre Mitarbeiter auf der Gefühlsebene zu motivieren und sie von einer Aufgabe oder einem Projekt zu begeistern. Diese Vorgesetzten wirken für ihre Mitarbeiter bei der Entfaltung des eigenen Potenzials wie ein Begleiter oder Trainer, der einlädt, ermutigt und inspiriert. "Sie müssen Ihrem Mitarbeiter klar machen, dass es Ihnen am Herzen liegt, wenn er sich auf ein neues Projekt einlässt oder Sie auf neuen Wegen begleitet", rät Hüther Führungskräften.
 

Zusammenarbeit auf Basis von Vertrauen und Wertschätzung

Kann man diese Erkenntnisse in der Wirtschaft wirklich umsetzen? Götz Werner, Gründer der dm-Drogeriekette, hält sich an diese Grundsätze. Er stellt das menschliche Bedüfrnis, kreativ zu sein und sich entwickeln zu wollen, bereits seit Jahrzehnten erfolgreich in den Mittelpunkt seines Geschäfts. Sein Führungsprinzip sieht seine rund 55.000 Mitarbeiter in circa 3.000 Filialen auf Augenhöhe. Die Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen, Wertschätzung und Respekt, Anweisungen sind verpöhnt.
 

Innovativer Führungsstil

"Menschen neigen zur Zusammenarbeit. Eine Gemeinschaft, die offen mit Fragen umgeht, fördert innovative Lösungen und Produkte", sagt Werner. Die Filialmitarbeiter haben viele Freiheitsgrade. Sie agieren wie Unternehmer und bestimmen selber ihr Sortiment, ihre Dienstpläne, zum Teil die Vorgesetzten und sogar die Gehälter. Dieser Gestaltungsspielraum jedes Einzelnen plus Kreativ-Workshops, um das eigene Talent zu entfalten, sorgen nicht nur für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. Das Prinzip der unterstützenden Führung rechnet sich auch. Der Umsatz hat 2011 erstmals die Schwelle von sechs Milliarden Euro überschritten und der Gewinn erreichte erneut das gewünschte Prozent Umsatzrendite. 2014 erhielt der dm-drogerie Markt den zum ersten Mal verliehenen Preis des renommierten Collège des Ingenieurs für seinen außergewöhnlichen und innovativen Führungsstil.

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produktmanagement_motyka_blogMir ist der persönliche Kontakt, Wertschätzung und gegenseitiges Vertrauen in der gemeinsamen Arbeit sehr wichtig. Ich habe großen Respekt vor dem, was jeder Mensch individuell an Stärken und Fähigkeiten mitbringt – und was in Unternehmen erarbeitet und geschaffen worden ist.

Als Expertin für den Aufbau und die Weiterentwicklung von Produktmanagement-Organisationen im B2B-Umfeld pflege ich mit meinen Kunden einen vertrauensvollen, sehr persönlichen Umgang, der auf gegenseitigem Respekt und Wertschätzung basiert.
 
Ich beziehe die betroffenen Mitarbeiter in die Erarbeitung neuer Wege mit ein, denn nur so kann neues Wissen mit vorhandenen Fähigkeiten und Strukturen im Unternehmen verbunden – und damit umgesetzt werden.

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